Flexibel mobil in der Region

Hög - Rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger versammelten sich kürzlich im Gasthof Söltl, um aus erster Hand Details zum Mobilitätsangebot „VGI-Flexi 55“ zu erfahren – ein Abend, zu dem Janine Weiß vom Markt Reichertshofen eingeladen hatte. Valerie Haberer vom Sachbereich ÖPNV des Landratsamts stellte das Konzept für die Gemeinden Baar-Ebenhausen, Karlskron und Reichertshofen, Rohrbach, Manching, Hohenwart, Pörnbach vor. Der VGI-Flexi fungiert als flexibler Bedarfsbus, der abseits starrer Fahrpläne eine be-queme Ergänzung zum klassischen Linienverkehr bietet – ideal für den Weg zur Arbeit, zum Arzt oder für Freizeitaktivitäten.

 

Das Bedarfs-System bedient insgesamt 101 Haltestellen in den genannten Gemeinden Die Bu-chung erfolgt unkompliziert per App, online oder telefonisch – bis zu 30 Tage im Voraus oder spä-testens 60 Minuten vor der gewünschten Abfahrt. Werktags sowie am Wochenende ist der Bus von 6 Uhr bis 20 Uhr im Einsatz. Der Tarif ist gestaffelt aufgebaut und orientiert sich an der Luft-linienentfernung zwischen Start- und Zielhaltestelle. Der Grundpreis beträgt 2 Euro und steigt je 5 Kilometer um jeweils 50 Cent an. Alle gängigen VGI-Tickets sowie das Deutschland-Ticket und Bayernticket gelten ebenfalls, sodass kein extra Ticket notwendig ist und der Bedarfsverkehr „kostenfrei“ genutzt werden kann. Der bedarfsorientierte Einsatz spart Zeit und CO?, zudem sind Teile der Flotte barrierefrei und familienfreundlich ausgestattet.

 

Eingeladen zu der Informationsveranstaltung hatte die neue Quartiersmanagerin Janine Weiß, die den Abend nutzte, um sich persönlich vorzustellen. Die Diplom-Sozialpädagogin, die für den Markt Reichertshofen zuständig ist, bringt Erfahrung aus ihrer Zeit als hauptamtliche Seniorenbe-auftragte des Landkreises Landshut mit. In Reichertshofen wird sie künftig die Seniorenarbeit koordinieren, Beratungen anbieten und neue Projekte initiieren. Auch die Bürgermeister Michael Franken (Reichertshofen, JWU) und Ludwig Wayand (Baar-Ebenhausen, CSU) unterstrichen durch ihre Anwesenheit die Bedeutung dieser Themen.

 

Quartiersmanagerin Janine Weiß, Valerie Haberer (Landratsamt Pfaffenhofen, Sachgebiet ÖPNV) und Bürgermeister Michael Franken
Präsentierten moderne Mobilitätslösungen in Hög (v. l.): Quartiersmanagerin Janine Weiß, Valerie Haberer (Landratsamt Pfaffenhofen, Sachgebiet ÖPNV) und Bürgermeister Michael Franken im Gasthof Söltl.. Foto: Hans Söltl

 

In der anschließenden Diskussionsrunde wurden gezielte Fragen zur Praxis beantwortet. So wurde erklärt, dass Verspätungen oder Hinweise über das Fahrgastinformationssystem direkt an die Fah-rer übermittelt werden können. Zur Standortwahl der Haltestellen erläuterte Valerie Haberer, dass Bedarfsverkehr in der Regel ab einer Siedlungsgröße von 50 Personen eingerichtet wird, jedoch Ausnahmen nach genauer Prüfung möglich sind.

 

Für Familien und Menschen mit eingeschränkter Mobilität gab es gute Nachrichten: Kindersitze sind teilweise an Bord vorhanden, und auch der Transport von Kinderwagen, Rollatoren oder Rollstühlen kann in der Regel gewährleistet. Zudem wurde klargestellt. Dass der VGI-Flexi als Zubringer zu einer Taktlinie kostenfrei genutzt werden kann, in dem man bei der Buchung angibt, dass es sich um eine Anschlussfahrt handelt.

 

Das Fazit des Abends fiel durchweg positiv aus. Viele Gäste nutzten nach dem offiziellen Teil die Chance auf persönliche Gespräche und deckten sich mit Informationsmaterial ein. Janine Weiß zeigte sich sichtlich erfreut über die Resonanz: „Dass so viele Bürgerinnen und Bürger – auch aus der jüngeren Generation – gekommen sind, hat meine Erwartungen übertroffen. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg.“
vov